| Ich war Katholik |
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Lebenswende: Reinhold K. zu Gast auf meiner Homepage!
Wenn ich in den nun folgenden Zeilen über mich erzähle, so möchte ich damit ein klein wenig Einblick geben, auf welchem Weg ich zu Jesus finden durfte. Wir wissen durch die Bibel, dass es nur einen einzigen Weg zu Gott gibt, welcher über Jesus Christus führt. (Joh. 14, 6 / Apg. 4, 12) So einzigartig nun aber einerseits dieser eine Weg zu Gott ist - so unterschiedlich sind andererseits oft die "Anreisewege", auf welche die Menschen zu Jesus hingeführt wurden. Daher weiß jeder Christ, der Sündenvergebung durch Jesus erfahren durfte, auch seine eigene und sehr persönliche Geschichte über diese "Anreise" zu Jesus zu berichten. Dieses ist nun meine persönliche Geschichte meiner "Heimreise" ...
Kindheit und Jugendzeit Durch die römisch-katholische Prägung meiner Umgebung kam auch ich bereits sehr früh mit dieser Religion in Berührung. So wurde ich als Kleinkind "getauft", hatte katholischen Religionsunterricht in der Schule und durchlief als Mitglied dieser Kirche auch die weiteren üblichen "Stationen" eines heranwachsenden Katholiken. Meine Eltern, die ihrerseits ebenso in dieser Religion erzogen wurden, standen bzw. stehen in ihrem Glauben fest auf dem Fundament dieser Kirche. Sie gehören zum konsequent konservativen Flügel der katholischen Kirche und haben eine sehr starke Bindung zu deren Lehren, Traditionen und Überlieferungen. In dieser Weise auf die Lehren Roms ausgerichtet, bemühten sie sich, auch mich frühzeitig an den Katholizismus heranzuführen. So kam es, dass auch ich mich in meiner Schulzeit der katholischen Kirche sehr verbunden fühlte und daher in dieser Zeit auch einige Jahre lang Ministrant war.
Die große Krise mit 30 Auf diese Weise "unten" angekommen fiel mir in einer Buchhandlung ein Buch mit dem ansprechenden Titel "Krise als Neubeginn" in die Hände. Angesprochen vom Titel begann ich dieses Buch zu lesen und fühlte mich vom Autor zunächst mal in meinen Problemen sehr verstanden. Der Autor lenkte im weiteren Verlauf des Buches aber dann die Aufmerksamkeit immer mehr auf Gott hin. Dabei bemerkte ich, dass er eine andere Sicht von Gott aufzeigte, als ich sie bis dahin kannte. Eine freie und lebendige Sicht von Gott ohne jeden dogmatischen Ballast. Er schrieb nicht über religiöse Formen, über Sakramente oder über bestimmte Riten, sondern erzählte losgelöst von dogmatischen Lehren von einem liebenden Gott, welcher aus dem Schrotthaufen meines Lebens noch etwas machen konnte und das auch tatsächlich wollte.
Auf der Suche nach einem Weg aus der Krise Ich las in dieser Zeit viele verschiedene Bücher und versuchte mehr über Gott zu erfahren. Ich kaufte mir etliche Monate später meine erste Bibel und begann, darin zu lesen - was mir zu dieser Zeit aber noch Mühe machte, weil mir viel darin zunächst sehr schwer begreifbar erschien. Etwa in dieser Zeit fiel für mich auch der Startschuss fürs Internet, durch welches ich in verschiedenen Foren und Chats unter anderem auch direkten Kontakt zu anderen Christen fand. Und obwohl ich zu diesem Zeitpunkt bereits einige Sichtweisen der katholischen Kirche nicht mehr so recht teilen konnte, knüpfte ich dennoch auch wieder "vorsichtige Kontakte" zu dieser Kirche und besuchte wieder jeden Sonntag die Messfeier. Nachdem in dieser Zeit die Bergpredigt für mich die zentrale Aussage des Evangeliums war, bemühte ich mich um ein "gutes Leben", um Gott damit zu gefallen. Doch bei all diesen Bemühungen bemerkte ich auch immer, dass ich letztlich immer mehr tun könnte, und dass all' meine Bemühungen auch immer mit einem gewissen Maß an Halbherzigkeit belegt waren. Ich wusste daher nie - ob meine Bemühungen letztlich ausreichen würden, um den "Anforderungen Gottes" gerecht zu werden. Ich hatte nie wirklich Gewissheit hinsichtlich dessen, ob Gott mich letzlich annehmen würde - und so hatte ich diesbezüglich auch nie wirklichen Frieden in mir. Nach fast 4 Jahren kam zu dieser oft beklemmenden Ungewissheit ein noch beklemmenderer Gedanke hinzu, der sich mehr und mehr zu einer ernüchternden Erkenntnis verfestigte - nämlich, dass alle meine Bemühungen letztlich auf Egoismus zurückzuführen waren! Meine Motive zu einem guten und gottgefälligen Leben waren von Eigennutz und Selbstzweck geprägt und waren nicht wirklich von uneigennütziger Liebe zu Gott getragen wie es eigentlich sein sollte. Es war somit Egoismus, weil alles was ich tat - ich letztlich dafür tat, mir die ewige Gemeinschaft mit Gott - mir den "Himmel" zu verdienen. Gott führte mir meine Motive klar vor Augen, welche in Folge all mein Bemühen wertlos machten. Diese Erkenntnis stand vor mir wie eine unüberwindbare Mauer, weil zwangsläufig all mein Bemühen auf diesen Egoismus zurückzuführen war. Ich erkannte resignierend meine Armut und Hilflosigkeit vor Gott, und dass ich noch immer mit leeren Händen vor IHM stand. An diesem Punkt der Resignation angelangt erkannte ich aber plötzlich auch Dinge, die zwar immer da waren - welche ich aber nie in dieser Weise erfassen konnte und welche ich nie zuvor auf diese Weise wahrgenommen hatte ... Im Fernsehen sah ich zu jener Zeit einen Film über den Reformator Martin Luther. Ich sah, dass Luther in sehr ähnlichen Nöten darum rang, einen gnädigen Gott zu bekommen. Ich sah bei diesem Film auch, dass Luther offenbar in der Bibel die Lösung auf seine Probleme fand - und mir schien, als hätte ich hierbei auch selbst bereits einen kleinen Teil der "Lösung" erkannt. Ich suchte daraufhin im Internet und fand dabei 50 alte Predigttexte. In einer dieser Predigten ging es um jenes Ereignis, an welchem Jesus dem Nikodemus die Sache mit der Wiedergeburt erklärte. Jesus sagte darin in Johannes 3,3: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!" Ebenso zur gleichen Zeit fand in meinem damaligen Schweizer "Stammforum" ein gedanklicher Austausch zum Thema "Erlösung" statt, den ich mitverfolgte. Durch all diese Dinge "formte" sich etwas vor meinen Augen, das ich bis dahin nie erkannte. Ich merkte, dass da plötzlich etwas anders war. Anders - weil ich im Gegensatz zu früher endlich die Wahrheit, die zentrale Botschaft Gottes in seinem Wort erkannte. Ich war zunächst etwas irritiert - vor allem aber überrascht, weil diese so ganz anders war, als ich immer vermutete.
Die große Wende in meinem Leben
Mein Austritt aus der Katholischen Kirche Weil ich mich aber nach Austausch mit anderen Christen sehnte, suchte ich Kontakt zu Glaubensgeschwistern, welche Gottes Gnade in gleicher Weise erfahren hatten und welche in gleicher Weise in ihrer Beziehung zum Herrn Jesus leben. Diesen fand ich in einer evangelikalen Gemeinde in Linz, wo ich ein Jahr nach meiner Bekehrung auch dem Wunsch meines Herrn freudig nachkam und mich taufen ließ. JESUS ist mir heute Mitte und Ziel meines Lebens.
Soweit ein kleiner Einblick in "meine Geschichte".
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